Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, beim Chathouse, das wollte ich Ihnen ja mal erklären.

Also: Stellen Sie sich mal einen großen, aktiven Stammtisch vor. Da wird über alles Mögliche gesprochen. Und jetzt stellen Sie sich vor, dieser Stammtisch ist nicht in Ihrem Lieblings-Café, wo Sie mit Ihrem Damenkränzchen sitzen, er ist auch nicht in der Kneipe, wo die Herren der Schöpfung sich über Fußball, Politik, Gott und die Welt auslassen, sondern – dieser Stammtisch ist in Ihrem Telefon in Ihrem Heim!

 

Geht nicht, sagen Sie. Geht doch, sage ich. Und zwar ganz einfach. Wir haben in der Tat eine Art " Stammtisch" für das Telefon entwickelt. Mit ganz vielen Themen, über die in vielen „Räumen“ geredet werden kann. Wie Sie in die einzelnen Räume hineinkommen, erfahren Sie in wenigen Tagen, wenn an dieser Stelle meine neuen Internetseiten frei geschaltet sind. Verraten kann ich Ihnen aber schon so viel: In unserem neuen Chathouse wird nicht nur gechattet, also geredet, da bieten wir Ihnen künftig auch jede Menge Service.

 

Da stehen, wenn Sie Probleme haben, wenn Sie etwas genau wissen wollen, auch viele Experten und Fachleute bereit, die in so genannten „Expertenräumen“ auf Sie warten werden. Sie können aber auch einfach nur neue Menschen kennen lernen oder auch nur mal quatschen, über sich, über die Liebe, über das Wetter…  Oder Sie sprechen direkt mit mir in meiner neuen Sendung. Das würde mich natürlich besonderes freuen!

 

Apropos neue Sendung:

Wir sind jeden Freitag für eine Stunde live im Fernsehen. Wie gesagt, am 18. April geht es los mit dem Film zur Sendung. Wir machen eine aktive Sendung für aktive Zuschauer. Bestimmen Sie die Themen, über die wir sprechen werden. Bestimmen Sie die Inhalte. Und: Besuchen Sie mich in meinem neuen Studio. Als Talkgast zu einem interessanten Thema! Und dieses Thema können Sie selbst vorschlagen. Entweder über das Chathouse, wo Sie mit meinen Mitarbeitern persönlich reden können, oder über meine….

 

Neue Internetseite

Hier wissen Sie immer, was los ist. Hier erfahren Sie unser aktuelles Thema der Woche, über

das wir dann am Freitagabend in der Fernseh-Sendung sprechen werden. Hier erfahren Sie die Namen und Adressen unserer Experten. Aber das Wichtigste: Hier, auf meiner neuen Internetseite, da wollen wir Sie! Ja, genau. Wir wollen Sie sehen. Sie, live und in Farbe, Sie in Ihrem eigenen Video.

 

 

ZEIG UNS, WER DU BIST…

 

 

Partnersuche per Herz-Video

Hier können Sie sich vorstellen. Hier können Sie den Menschen finden, nachdem Sie vielleicht schon Ihr Leben lang gesucht haben. Wie das geht? Ganz einfach geht das:

Machen Sie einen Film über sich. Nicht länger und nicht kürzer als 60 Sekunden. In eine Minute, da kriegen Sie jede Menge rein. Über sich selbst – und wie Ihr Traumpartner sein sollte. Und auch, wie er nicht sein sollte. Videofilmen ist kinderleicht. Machen Sie sich, bevor Sie anfangen, ein paar Gedanken, wie Sie sich darstellen möchten und wen Sie gerne als Partner hätten. Schreiben Sie sich die Szenen auf – und legen Sie los mit Ihrer Kamera. Noch mehr Spaß macht’s, wenn Ihnen Ihre Freundin oder ein Freund dabei ein wenig hilft.

 

Ihr Video für die Partnersuche drehen, das können Sie jetzt schon. Und ab dem 15. April auch schon auf dieser Seite hochladen. Dann haben wir die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen. Bereiten Sie sich jetzt schon vor – und Sie gehören zu den ersten, die mit am Start sind. Bei Deutschlands erstem Internet-Portal für Partnersuche mit bewegten Bildern! Übrigens, im Chathouse können Sie sich dann mit den Menschen, die sich für Sie interessieren, zum ersten Plausch verabreden, weil jeder, der ein Video hier hochlädt, eine eigene Telefon-Mailbox im Chathouse bekommt. Vollautomatisch. Darauf können Nachrichten für Sie hinterlassen werden. Die tollsten und schönsten Videos zeigen wir einmal im Monat in meiner Sendung. Sie selbst werden dann natürlich auch live in meine Sendung eingeladen!

 

 

Für unsere User und Zuschauer haben wir noch mehr entwickelt:

 

Das SOS-Chathouse

Liebe Nokia-Mitarbeiter in Bochum, liebe Siemens-Mitarbeiter in München, liebe Ford-Motorenbauer in Köln: Der drohende Verlust des Arbeitsplatzes, Meldungen in der Presse über Werkschließungen, Kurzarbeit oder Verlagerung ganzer Fabriken ins angeblich so billige Ausland – das sind Hiobsbotschaften, die uns allen unter die Haut gehen. Vieles an der Entwicklung der Arbeitsplatzsituation kann und will ich nicht verstehen.

Es kann nicht sein, dass Menschen der Verlagerung vieler Tausend Arbeitsplätze in Billiglohnländer dermaßen ausgeliefert sind. Wir funken SOS!

 

Funken Sie SOS! Funken Sie SOS in unserem dafür eigens eingerichteten SOS-Chathouse. Lassen Sie nicht den Kopf hängen, sondern werden Sie aktiv, wenn Ihnen der Verlust Ihres Arbeitsplatzes droht. Auch hier haben Sie die Möglichkeit, sich selbst zu präsentieren. Beschreiben Sie sich in einem kurzen Video. Sagen Sie, was Sie können und gelernt haben. Wo Sie die letzten Jahre gearbeitet haben, was Sie da gemacht haben. Sagen Sie, in welcher Stadt Sie wohnen, ob Sie mobil sind und wie weit Ihre neue Arbeitsstätte höchstens von Ihrem Wohnort entfernt sein sollte. Kämpfen Sie um einen neuen Job. Ich kämpfe mit Ihnen.

Ihre Videos werden gesehen werden. Von potentiellen neuen Arbeitgebern, vielleicht Ihrem künftigen Chef. Von den Mitarbeitern der Arbeitsagenturen. Und von meinen Mitarbeitern, die auch über recht gute Kontakte verfügen. Machen Sie auf sich aufmerksam und verkriechen Sie sich nicht. Es lohnt sich immer aufzustehen, auch wenn es manchmal schwer fällt. Wenn Sie sich selbst aufgeben, dann geht gar nichts. Nur wer sich bewegt, der bewegt etwas. Werden Sie der Regisseur in Ihrem Leben!

 

Ich freue mich auf Sie. Bis bald. An dieser Stelle, im Fernsehen und in unserem neuen Telefon-Chathouse!

 

Natürlich werden wir Ihnen auf meiner neuen Internetseite alles noch einmal ganz genau erklären. Haben Sie keine Angst vor Technik, wir werden es Ihnen genau zeigen. Ich habe es auch gelernt, und ich bin wahrlich kein technisches Genie. Man ist nie zu alt oder zu „dumm“ für ein vermeintlich junges Medium. Lassen Sie es uns gemeinsam benutzen!

 

Auf bald und herzliche Grüße

 

 

Ihre Margarethe.

 

Via Internet, via Telefon, und einen Teil davon sogar auch über den gewohnten Fernsehbildschirm im heimischen Wohnzimmer. Noch einmal: Die Themen bestimmen Sie mit! Auch live und direkt innerhalb unserer Sendungen. Gern aber auch als persönlicher Gast in meinem kleinen, aber feinen TV- Studio…
 
Sie und ich, wir machen das! Gemeinsam.
Wir sind das Fernsehen der Zukunft!
 
Vieles werden wir mit Ihrer Hilfe, mit Ihren Ideen weiter entwickeln. Bisher gab es eine Grenze zwischen Internet-TV und dem herkömmlichen Fernsehen. Diese Grenze wird es bei Schreinemakers TV nicht mehr geben. Wir werden beide Medien miteinander verschmelzen und echte Pionierarbeit leisten…vor allem aber im Internet TV. Seit zwei Jahren entwickeln und testen mein Team – eine Gruppe von Fachleuten und strategischen Partnern - und ich diesen neuen Weg.
 
Im Mittelpunk steht die direkte Beteiligung unserer User und Zuschauer. Denken Sie an einen Stammtisch in einer gemütlichen Kneipe. An eine anregende Diskussion nach einem aufregenden Fußballspiel, gleich am Stadionausgang. Oder auch an ein verträumtes Zweier-Gespräch beim Sonnenuntergang am Nordseestrand. All das wird es bei uns auch geben und wird technisch möglich gemacht werden. Der größte Stammtisch Deutschlands, bei dem es auch mal – in größerer Runde - ein bisschen turbulenter zugehen kann… bis hin zur kuscheligen, vertrauten Zweisamkeit. Auf Neudeutsch wird so etwas, passiert es im Internet, „chatten“ genannt. Wir haben die Form des Chats weiter entwickelt. Sie werden überrascht sein, was wir demnächst im Fernsehen und im Internet-TV anbieten können. Schon in wenigen Wochen kündigen wir hier eine Rufnummer an, unter der Sie mehr erfahren werden und sich bereits aktiv beteiligen können.
 
Nur ein paar Wochen, dann ist es soweit– erhalten Sie sich vor allem Ihre Neugierde und Ihre Spannung! Wir platzen hier allmählich vor Anspannung und Vorfreude…J
Und: Ich freue mich total auf Sie!

 

Herzliche online Grüße

Ihre Margarethe

Es war vor sechs Jahren im Sommerurlaub auf Kreta. Mein kleiner Sohn, Kristoph, war damals 5 und mein Großer, Lukas, 10 Jahre alt. Die Kinder gingen jeden Tag zum Schwimmkurs. Der Kleine, um sicherer zu werden, und Lukas lernte Lagenschwimmen (Kraul, Rückenkraul, Delphin). Drei Tage lang stand ich am Beckenrand eines großen Pools in unserer Ferienanlage und schaute mir an, was meine Kinder so beigebracht bekamen. Irgendwann schoss mir durch den Kopf: “Das hättest du auch gerne gelernt, aber niemand hat es dir beigebracht.“ Dann ging ich zum Schwimmlehrer der Clubanlage. „Nehmen Sie auch Erwachsene?“, hörte ich mich fast unsicher fragen. „Natürlich“, meinte der junge Mann. „Sie können heute Abend anfangen, da habe ich noch eine Stunde frei.“ – 17.45 Uhr stand ich wieder am Beckenrand. Im Bikini und mit Sonnenbrille. Das letzte mal für sehr lange Zeit, was ich damals nicht wissen konnte… Denn dieses Outfit ist für den Schwimmsport einfach nicht geeignet. – Was folgte war ein schneller Einkauf: schlichter Sportbadeanzug, Silikonbrille, Badekappe (Silikon).

Der Anfang war brutal. Zusätzlich war ich auch noch im Visier aller Hotelgäste, die sich rund um den Pool auf den Sonnenliegen räkelten. Die einzige Erwachsene im Schwimmkurs. Ich schluckte Wasser, ich kam mit den Bewegungsabläufen nicht klar, und irgendwie dachte ich im Innern: „Was machst du hier eigentlich?“. Aber ich kämpfte. Jeden Tag wurde meine Leistung ein bisschen besser. Das motiviert.  – Am Ende des dreiwöchigen Urlaubs hatte ich den Grundstein gelegt für eine neue Margarethe. Ich konnte Kraulschwimmen und auch schon ein bisschen Rückenkraul. Ich konnte endlich vernünftig Brustschwimmen (ohne den Kopf krampfhaft über Wasser zu halten, was gar nicht gut ist für den Nacken…). Ich fühlte mich super und war stolz auf mich. Mein Lehrer gab mir noch den Tipp, daheim unser Schwimmbad aufzusuchen, damit ich direkt weiter machen könnte. Das tat ich auch. Jedes Schwimmbad bietet Kurse für Männer und Frauen (auch nach Geschlechtern getrennt). Für mich erwies es sich als praktisch morgens um 5.30 Uhr. Ja, Sie lesen richtig!. Aber anders hätte ich es zeitlich nicht gepackt. Anfangs war es heftig. Gerade im Winter. Aber wenn meine Stunde rum war, dann fühlte ich mich super stark und glücklich. Und irgendwann wurde aus mir eine richtig gute und leidenschaftliche Schwimmerin.

Jetzt bin ich sechs Jahre älter, werde aber immer fitter. Ich habe keine Gelenk- und Muskelschmerzen. Meine Bauch- und Rückenmuskulatur sind stark wie ein Brett. Schwimmen modelliert den ganzen Körper. Es gibt spezielle Übungen, die gezielte Körperpartien trainieren. Die Erfolge sind der Hammer.

Heute ist mir kein See mehr zu groß. Natürlich bin ich vorsichtig. Man soll Wasser (gerade das offene Meer) nicht unterschätzen. Aber ich liebe dieses Element. Es macht mich traurig, wenn Schwimmbäder – mangels Interesse – schließen müssen. Noch bestürzender finde ich, dass immer mehr Kinder in simplen Gartenteichen ertrinken, weil ihnen niemand mehr diese lebenswichtige Sportart beibringt. Dabei gibt es so viele qualifizierte Bademeister und Trainer. Und: Schwimmen ist ein preiswerter Sport, der extrem glücklich macht. Ein Sport für die ganze Familie. Lernen Sie es doch (auch mit ihren Kindern)…und dieser Sport hat wirklich keine Altersgrenze. – Ich traf im Thumsee in Bad Reichenhall eine 94jährige Dame, die allein den See durchschwamm. Auf meine Frage, ob Sie denn keine Angst habe, sagte sie: „Das Schwimmen hat mich so alt werden lassen und extrem beweglich. Nun frage ich Sie, liebe Margarethe, was habe ich denn noch zu verlieren?“…

Wir haben es schriftlich: Deutschland hat gerade den wärmsten Winter aller Zeiten erlebt, auf Helgoland stiegen die Temperaturen höher als an der französischen Mittelmeerküste. Dafür gab es viel mehr Regen als sonst. Die drohende Klimakatastrophe, von der schon so lange die Rede ist, wird also immer realer. Nicht mehr lange, und vor allem in Afrika und Asien werden Milliarden Menschen verhungern und verdursten. Um den anhaltenden Hitzewellen, Bränden und Dürren zu entfliehen, werden sie in Europa und Nordamerika neue Lebensräume suchen. Doch steigt der Meeresspiegel durch die Erderwärmung stetig an, so dass unsere Küstenstädte und Inseln früher oder später versinken. Es wird also eng werden bei uns. Staub und Abgase werden noch mehr zunehmen; 20 bis 30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten, die wir heute kennen und lieben, wird es einfach nicht mehr geben.

Das klingt alles sehr bedrohlich, und es ist vermutlich noch wesentlich bedrohlicher, als es klingt. Es ist aber noch nicht zu spät. Noch können wir etwas tun. Ich persönlich habe zumindest nicht die Absicht, mich jetzt schon jammernd in die Ecke zu setzen und den bevorstehenden Untergang meines Planeten zu beklagen. Es bringt auch nichts, Politikern und anderen Nationen Vorwürfe zu machen. Solche Schuldzuweisungen bewirken höchstens, dass man sich hinterher fühlt, als könne man selbst eben gar nichts an dem drohenden Unheil ändern, und das ist nicht wahr. Wir können sehr wohl etwas ändern. Ich, für meinen Teil, habe bereits damit angefangen, und vielleicht fühlen Sie sich von meinem Beispiel ja inspiriert. Energie zu sparen ist das allerwichtigste. Bei mir zu Hause sind sämtliche Glühbirnen mit Energiesparlampen ersetzt worden. Die sind zwar in der Anschaffung teurer, halten aber zehn Mal länger. Bengalische Beleuchtung, wie meine Mutter das so gern nannte, gibt es bei uns trotzdem nicht. Wer ein Zimmer verläßt, schaltet hinter sich das Licht aus (wehe, wenn nicht!), und wer abends noch am Schreibtisch arbeitet, braucht dazu nur das Licht der Schreibtischlampe. Es müssen nicht noch drei weitere Lampen brennen, und Fernseher und Stereoanlage laufen auch nicht „nebenbei“.

Um Heizkosten zu sparen, habe ich alle Fenster und Türen bestens isolieren lassen. In den Wintermonaten werden nur die Räume beheizt, die auch wirklich benutzt werden, und die Zimmertüren bleiben möglichst geschlossen, damit nicht unnötig Wärme entweicht. Ein paar Minuten kräftig zu lüften ist sehr viel energiefreundlicher, als ein Fenster über Stunden angeklappt zu lassen, und selbstverständlich hängen vor meinen Heinzkörpern weder Gardinen, noch Vorhänge. Ich koche in Edelstahl- und Aluminiumtöpfen - immer mit Deckel! -, und ich benutze so wenig Wasser wie eben möglich, um die Kochzeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Der Backofen ist ausschließlich für Gerichte, die ich bei bestem Willen nicht in der Pfanne zubereiten kann, und ich bemühe mich, den Ofen, wenn ich ihn benutzen muss, nur kurz vorzuheizen.

Kühlschränke sind eine Sache für sich, gerade, wenn man Kinder hat. Es gilt, den lieben Kleinen beizubringen, sich vorher zu überlegen, was sie haben wollen, damit sie es dann nur noch herausnehmen müssen. Es ist nicht erforderlich, die Kühlschranktür aufzureißen und dann unentschlossen die Blicke schweifen zu lassen, bis die Pinguine schellen, weil es in Mutters Küche so angenehm kühl ist. Der Kühlschrank muss auch nicht so kalt eingestellt sein, dass man Frostbeulen bekommt, wenn man einen Joghurt herausholt. 8 Grad reichen. Hat das Gefrierfach eine Eisdecke von mehr als 1 cm, muss abgetaut werden. Ich taue fast alle Gefrierwaren im Kühlschrank auf, weil sie die Kälte dann automatisch an die anderen Lebensmittel abgeben. Kochwäsche gibt es bei mir schon lange nicht mehr, denn mit den heutigen Waschmitteln werden die Sachen auch bei 30 oder 40 Grad sauber. Und der Trockner ist nur noch für den Notfall. Bei mir kommt die Wäsche auf die gute, alte Leine, dann duftet sie hinterher viel besser, fühlt sich viel besser an, und zur körperlichen Ertüchtigung trägt das Wäschehängen auch noch bei.

Dass ich mich liebend gern bewege, wissen Sie ja schon. Es ist aber nicht nur für Ihren Körper gut, wenn Sie öfter mal wieder zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Sie helfen damit auch Mutter Natur. Wenn man mit dem Auto fahren muss, sollte man sich bemühen, auf einem Weg möglichst viel zu erledigen. Und für jeden, der Kinder hat, sind Fahrgemeinschaften ein Segen. Sie sparen nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch viel Energie. Sie denken vielleicht, dass das alles nur Kleinigkeiten sind, und das stimmt sogar. Es ist eine Kleinigkeit, den Müll zu trennen, wie es eine Kleinigkeit ist, während des Zähneputzens nicht die ganze Zeit das Wasser laufen zu lassen. Nur wenn wir uns alle an diese Kleinigkeiten gewöhnen, wird das auf Dauer grosse Wirkung haben, und das ist dann unser Verdienst. Dann können wir Ansprüche stellen.

Ich meine, wer Mutter Natur entlastet, sollte von Vater Staat nicht dafür bestraft werden. Es kann doch nicht angehen, dass Bio-Produkte teurer sind als die anderen. Es darf doch nicht sein, dass wir uns für umweltfreundliche Autos entscheiden, in Berliner Regierungskreisen aber keiner bereit ist, auch nur auf einen kleineren Dienstwagen umzusteigen – von Hybrid wollen wir da mal gar nicht erst reden. Ein paar erste Schritte in die richtige Richtung sind aber offenbar geplant. Autos mit umweltfreundlichen Wasserstoff-, Strom- und Hybrid-Motoren sollen in den nächsten Jahren von der Steuer befreit werden und kostenlos parken dürfen. Man will sich wohl auch intensiver mit alternativer Stromerzeugung befassen, mit Solaranlagen, Windkrafträdern und Wärmepumpen. 

Und ich möchte hier noch einen Vorschlag machen: Wie wäre es mit kostenlosen öffentlichen Verkehrsmitteln? Wer für Bus und Bahn nicht zahlen muss, lässt das Auto gleich viel lieber zu Hause in der Garage. Die Luftverschmutzung würde insbesondere in den Städten dramatisch reduziert, die Menschen würden wieder mehr laufen, das Leben wäre wieder etwas ruhiger. Ein schönes Bild und eine von vielen Möglichkeiten, unsere Welt zu retten. Schlimm genug, dass das nötig ist.
Früher gab es nur eines, um das Altern zu vermeiden: Man musste jung sterben! Ok, das ist nun wirklich keine so richtig brauchbare Alternative… Dank BOTOX sieht das heute anders aus, obwohl ... die Behandlung geht los wie der perfekte Kopfschuss: Zwischen die Augen. Ein paar Nadelstiche und ein paar Tage später ist die Stirn glatt wie ein Kinderpopo, wodurch die Krähenfüsse unter den Augen nur leider unangenehmer auffallen als bisher. Macht aber nix, kommt auch BOTOX rein. Wach und bedrückend regungslos ist die Fremde im Spiegel, und wenn sie lächelt ... oberhalb der Nasenwurzel wie 25 auszusehen, reicht nicht. Jetzt wird um den Mund herum gespritzt, bis auch das letzte Lächeln eingefroren ist im Eise ewiger Jugend.

Zwei bis vier Monate dauert die Lähmung, die das Gift Botulinumtoxin verursacht. Dann erholt sich der betäubte Muskel, und die Falten kehren zurück, aber mit um die 200 Euro pro Spritzchen ist man ja jederzeit wieder dabei. Ich möchte aber nicht zum Lachen in den Keller gehen, weil mein Gesicht es nicht mehr kann. Ich möchte keine aufgespritzten, dicken Lippen, mit denen man wahrscheinlich – so vermute ich - auch nicht mehr so richtig schön küssen kann. Ich erlebe in meinem Beruf viele Frauen (und immer häufiger auch Männer), die sich das - unnötigerweise auch schon in jungen Jahren - antun und freiwillig ihr Gesicht verlieren zu Gunsten einer ausdruckslosen Maske. Ich kann mich nicht einmal darüber lustig machen, obwohl ich es manchmal – ehrlich gesagt - gern würde… Doch tun mir diese Menschen einfach nur leid. Deshalb kriegst du keinen tollen Job und keinen Partner mehr, schon allein, weil dir die Angst vor deinem Äußeren und deinem Alte mit Botox ins Gesicht geschrieben steht: „Schaut her, ich mag mich nicht mehr, aber ich mache euch ein neues, glattes und gelähmtes Angebot!“

Für mich sind Falten keine Makel, sondern Zeugen, sichtbare Beweise für bewußt gelebtes Leben. Haben Sie und behalten Sie doch den Mut zu zeigen, was Sie hinter sich haben! Das ist nämlich eine ganz große Leistung, dass Sie das alles ausgehalten haben und immer noch fröhlich DA sind. Gucken Sie zur Abwechslung mal nicht kritisch, sondern dankbar und optimistisch in den Spiegel. Sehen Sie den ersten großen Liebeskummer, aus dem Sie so viel gelernt haben? Auf den Zug von Verletzt sein dürfen Sie stolz sein, denn den hat man nur um den Mund herum, und der sagt, dass Sie ein Mensch sind, der etwas fühlt. Wenn Sie sich die Fähigkeit bewahrt haben, empört und entsetzt zu sein…toll, dann nehmen Sie nehmen nämlich nicht alles hin und verteidigen Ihre Werte. Und Letzteres steht Ihnen auf der Stirn geschrieben. Sehen Sie - so hoffe ich doch - die vielen, vielen Lachfalten? Seien Sie glücklich darüber. Ihr Gesicht erzählt die ganze Geschichte Ihres Lebens, nicht nur den Teil, den die Welt vielleicht hören möchte.

Haben Sie also Mut und Lust zur Falte! Lust am Leben ist verdammt sexy