Diana Beate "Bea" Hellmann (49) zählt zu den erfolgreichsten deutschen Schriftstellerinnen. Ihr Roman "Zwei Frauen" (1989) hielt sich über zwei Jahre auf den Bestsellerlisten und wurde mit Jami Gertz und Martha Plimpton in den Hauptrollen verfilmt. Es folgten "Laras Geschichte" (1994), "Das Kind, das ich nie hatte" (1998), "Ich fang noch mal zu leben an" (2000) und das Sachbuch "Leben ohne Alkohol" (2001). Im Juni 2007 erscheint ihr neuer Roman "Aus Liebe zu ihm" (Lübbe). Die gebürtige Essenerin lebt seit 1994 in Los Angeles.
Bea Hellmann schreibt über Margarethe Schreinemakers:
Von all den vielen Prominenten, die ich im Verlauf meines bisherigen Lebens kennen lernen durfte, hat mich niemand so verblüfft wie Margarethe Schreinemakers. Dass sie intelligent und gebildet ist, wusste ich. Dass sie nur so überschäumt von Lebensfreude und Optimismus, spürt man sofort. Sie vermittelt jedem Menschen das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu sein, und das könnte man für eine Berufskrankheit halten. Ist es aber nicht.
Margarethe Schreinemakers hat Qualitäten, die in der heutigen Zeit rar geworden sind. Sie ist ein Menschen liebender Mensch, eine anständige Frau, eine Mutter im wahrhaftigsten Sinn des Wortes. Sie ist eine Seele, die sich als kleiner Teil des großen Ganzen versteht und eine tiefe Dankbarkeit empfindet gegenüber dem Leben.
All das würde sie niemals über sich selbst sagen oder auch nur denken, denn dazu ist sie viel zu bescheiden. Ja, Margarethe Schreinemakers ist bescheiden, denn Bescheidenheit hat nichts damit zu tun, wie viel Geld man besitzt oder wie groß das Haus ist, in dem man wohnt.
Das Interesse dieser Frau an anderen Menschen ist nicht aufgesetzt, sondern ebenso selbstverständlich für sie wie Atmen und Vergeben. Sie berauscht sich an einem glutroten Sonnenuntergang, nicht an Vergangenheitsbewältigung. Was gestern war, ist vorbei, und selbst in den dunkelsten Stunden gab es Lichtblicke. Nur die zählen für sie, denn nur die haben ihr Leben bereichert.
So jammert sie nicht darüber, dass ihre Mutter vor zwei Jahren gestorben ist, sondern ist dankbar dafür, dass sie dabei sein durfte, als es passierte. Sie klagt auch nicht über das Scheitern ihrer Ehe. Sie erinnert sich aber gern an die vielen glücklichen Ehejahre und genießt täglich aufs Neue die zwei wunderbaren Kinder, die aus der Beziehung hervorgegangen sind.
Mutter zu sein, ist für Margarethe Schreinemakers weder Rolle, noch Pflicht. Es ist Lebenselixier. Die Liebe, die ihr selbst als Kind zuteil geworden ist, gibt sie an ihre Söhne Lukas und Kristoph weiter. Sie braucht Nächstenliebe nicht zu predigen, denn sie lebt sie ihren Jungen vor, indem sie sich um die 89jährige Schwester ihres verstorbenen Vaters kümmert.
Werte zählen für Margarethe Schreinemakers, Werte wie Respekt und Treue. Moral und Anstand gehören auch dazu, aber die gelten heutzutage ja als unmodern. Deshalb spricht sie auch nicht darüber, sondern lebt sie einfach wie alles andere. Erfrischend auch der Humor dieser Frau, dieser blitzgescheite Witz, der in allem schwingt, was sie sagt. Margarethe Schreinemakers besitzt die seltene Gabe, über sich selbst lachen zu können, und genau daran erkennt man ihre Bescheidenheit. Denn wahre Bescheidenheit ist nichts anderes als Demut gegenüber dem Leben.
© 2007 Diana Beate Hellmann

